Thunderbird: Korrektes Empfangen-Datum anzeigen

In aller Regel möchte man E-Mails nach Datum sortieren, wobei neue Nachrichten meist an erster Stelle erscheinen sollen. Mozilla Thunderbird stellt hierfür die Felder „Datum“ und „Empfangen“ bereit, die man sich als Spalten anzeigen lassen kann. Das Feld „Datum“ bietet keinen zuverlässigen Wert, da es meistens die lokale Systemzeit des Absenders angibt und diese falsch sein kann oder gar vom Benutzer absichtlich auf ein Fantasiedatum geändert wurde. So liegen in meinem Spamordner noch immer vier Jahre alte E-Mails, obwohl ich bei GMX serverseitig das automatische Löschen alter Mails für diesen Ordner aktiviert habe. Thunderbird bietet mit der Spalte „Empfangen“ auch ein Feld zur Anzeige des Empfangsdatums (die Serverzeit des eigenen E-Mail-Providers bei Eingang einer Mail). Das funktioniert beispielsweise mit Outlook (dort heißt die Spalte „Erhalten“) wunderbar. Thunderbird hingegen zeigt bei IMAP-Konten identische Werte für Datum & Empfangen, da offensichtlich der entsprechende Headereintrag nicht verarbeitet wird.

Dieses Phänomen ist seit vielen Jahren bekannt und lässt sich durch einen entsprechenden Eintrag in den erweiterten Optionen beheben.

Extras –> Einstellungen –> Erweitert –> Konfiguration bearbeiten.

Je nach Einstellungen erscheint an dieser Stelle zuerst eine Warnmeldung, die man bestätigen muss.

Nun sucht man nach „mailnews.customDBHeaders“ und gibt als String-Wert „Received“ ein. Im Falle bereits vorhandener Einträge wird der neue Wert an das Ende gesetzt und durch ein Leerzeichen getrennt.

 

Diese Änderung wirkt sich erst mal nur auf neue Nachrichten aus. Für bestehende Nachrichten muss zuerst der jeweilige Index des IMAP-Ordners neu erstellt werden. Dazu macht man einen Rechtsklick auf den jeweiligen IMAP-Ordner und wählt –> Eigenschaften –> Ordner reparieren.

Jetzt sollte die Empfangen-Spalte sowohl für neue als auch bestehende Nachrichten das korrekte Datum anzeigen. Abweichungen von mehreren Minuten bis hin zu Stunden können auch an einem serverseitigen Spamfilter liegen (Greylisting). Verzögerungen bei der Zustellung von E-Mails sind daher (auch bei seriösen Versendern) nicht ungewöhnlich.

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