Anleitung: DBAN – Darik’s Boot and Nuke

Darik’s Boot and Nuke (kurz DBAN) ist eine freie, auf Linux basierende Software zum sicheren Löschen von Festplatten. Sobald Datenträger, Notebooks oder PCs den Besitzer wechseln oder entsorgt werden sollen, empfiehlt es sich, durch ein- oder mehrfaches Überschreiben die Möglichkeit einer Datenwiederherstellung sicher auszuschließen. DBAN ist ein eigenständiges System, das unabhängig von anderen Betriebssystemen arbeitet und über ein Bootmedium (CD, USB-Stick, Diskette) ausgeführt wird. Es eignet sich daher insbesondere für das Löschen von Festplatten inklusive des darauf befindlichen Betriebssystems (z.B. Windows, Mac OS, Linux, BSD, Solaris). Für das sichere Löschen moderner SSDs ist es hingegen nicht geeignet.

Darik Horn veröffentlichte bereits im Jahr 2002 eine erste Version des viel beachteten Löschwerkzeugs. Die Software wurde unter der General Public License lizenziert und darf ohne Einschränkung (auch kommerziell) verwendet werden. DBAN wird bis heute konsequent weiterentwickelt und zeichnet sich durch seine schlichte Oberfläche und funktionale Bedienung aus. Im September 2012 wurde die Übernahme von DBAN durch das auf Datenlöschung spezialisierte Unternehmen Blancco (Hauptsitz in Finnland) bekannt. Das Unternehmen rät von einer kommerziellen Nutzung mit Verweis auf eigene Produkte ab.

Screenshots: Version 0.1.0, 2002 erschienen
Screenshot 1: DBAN v0.1.0Screenshot 2: DBAN v0.1.0Screenshot 3: DBAN v0.1.0Screenshot 4: DBAN v0.1.0

Screenshots: Version 2.2.6 (Beta), 2010 erschienen
Warnmeldung und BootscreenDarik's Boot and NukeLöschvorgangAbschluss des Löschvorgangs

Screenshots: Version 2.2.8 (Beta), 2013 erschienen
Darik's Boot and Nuke Menü Löschvorgang Bestätigung über Abschluss des Löschvorgangs mit Aufforderung,<br /> eine beliebige Taste zu drücken ... ... woraufhin ein Werbebildschirm erscheint (scheinbar ohne "Zurück-Funktion").<br /> Am Ende des Artikels steht, wie man sich wieder das Löschergebnis anzeigen lassen kann.

Diese Anleitung beschreibt vom Erstellen der Boot-CD beginnend ausführlich das sichere Löschen von Festplatten. Man sollte sich allerdings nicht von den vielen Abbildungen und Erklärungen abschrecken lassen – denn im Grunde ist die Handhabung von DBAN mit wenigen Worten erklärt. Wer nur einen schnellen Überblick möchte, sollte sich besser die Kurzanleitung anschauen.

Weitere Anleitungen zum Thema

In dieser Anleitung

Vorbereitungen

Datenverlust vermeiden
Sofern noch weitere Festplatten angeschlossen sind und diese nicht gelöscht werden sollen, ist es ratsam, die nicht zu löschenden Festplatten vom Rechner zu trennen. Eine falsche Auswahl hätte einen unwiederbringlichen Datenverlust zur Folge. Auch externe Festplatten, USB-Speichersticks, Digitalkameras etc. sollten zur Sicherheit vom Computer getrennt werden.

Download und Bootmedium erstellen
Darik’s Boot and Nuke kann unter dban.org heruntergeladen werden.

DBAN-CD: Brennen der .ISO-Datei
Die heruntergeladene .ISO-Datei entspricht einem bootfähigen Abbild einer CD und darf nicht einfach als einzelne Datei gebrannt werden. Das Brennprogramm muss das Brennen von .ISO-Dateien unterstützen, was in den meisten Fällen auch zutrifft. Falls keine entsprechende Software vorhanden ist, kann beispielsweise das kostenlose CDBurnerXP oder ImgBurn verwendet werden.

Erstellen einer Löschdiskette
Möchte man lieber eine 3,5″-Diskette als Bootmedium verwenden, kann auf der Projekthomepage eine Floppy-Version heruntergeladen werden (dban-1.0.7_i386.exe). Der Installer erstellt automatisch eine bootfähige Diskette. Hierbei handelt es sich um eine ältere Version der Software, die jedoch ohne Nachteile auf älteren Rechnern eingesetzt werden kann und den gleichen Funktionsumfang bietet.

Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks
Die derzeit einfachste Methode, um DBAN bootfähig auf einen USB-Stick zu kopieren, ist das Verwenden der Diskettenversion. Anstelle des Laufwerks A wird einfach der Laufwerksbuchstabe des USB-Sticks angegeben. Aufgrund einer besseren Unterstützung aktueller Hardware kann es jedoch sinnvoll sein, die aktuelle Version zu verwenden. Siehe Anleitung: DBAN von USB-Stick starten.

Bootreihenfolge
Ein Anpassen der Bootreihenfolge ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Damit DBAN und nicht das Betriebssystem nach einem Rechnerneustart von CD oder Diskette startet, muss das entsprechende Laufwerk in der Bootreihenfolge vor der Festplatte angesprochen werden. Sofern man die CD-Version von DBAN einsetzt und über mehrere optische Laufwerke verfügt, genügt es in den meisten Fällen, DBAN in ein anderes Laufwerk einzulegen. Die meisten Rechner sprechen zuerst ein optisches Laufwerk an, da anderenfalls die Installation eines Betriebssystems von CD/DVD nicht möglich wäre.

Jeder PC verfügt über ein sogenanntes BIOS (Basic Input Output System). Es hat verschiedene Aufgaben, für das Starten der Löschsoftware ist jedoch nur das richtige Einstellen der Bootreihenfolge wichtig. Der Weg in das BIOS und zu den Einstellungen der Bootreihenfolge kann je nach Hersteller verschieden sein und sollte dem Handbuch des Mainboards entnommen werden.

Eine empfohlene Einstellung wäre:
•    1st Boot Device: Floppy (Diskettenlaufwerk)
•    2nd Boot Device: CDROM
•    3rd Boot Device: HDD (Festplatte)

Sichere Löschmethoden

Als sicher geltende Löschmethoden überschreiben Festplatten mit speziellen Algorithmen, das heißt, es findet ein mehrfaches Überschreiben mit verschiedenen Bitmustern statt. Dadurch wird eine Rekonstruktion mittels aufwendiger Messungen von Restmagnetismus zuverlässig verhindert. Die noch weit verbreitete Annahme, das mehrfache Überschreiben einer Festplatte würde mit einer nennenswerten Erhöhung der Datensicherheit einhergehen oder besser anders herum – das einmalige Überschreiben böte keine ausreichende Sicherheit –, erscheint nicht mehr zeitgemäß. Die Wahrscheinlichkeit der Möglichkeit einer Datenwiederherstellung liegt bereits bei Verwenden der einfachsten Methode praktisch bei null. Es spricht daher im Allgemeinen nichts gegen die Option „Quick Erase“, welche die Festplatte 1x vollständig mit Nullen überschreibt. Begrifflichkeiten wie „praktisch bei null“, Studienergebnisse und Wahrscheinlichkeitsrechnungen werden nun nicht jeden überzeugen. Daher findet das mehrfache Überschreiben mechanischer Festplatten nach wie vor Zuspruch, auch wenn ein zusätzlicher Löschdurchgang vermutlich nur die gefühlte Sicherheit erhöht. Von längst veralteten Löschmethoden und übertrieben langen Überschreibvorgängen sollte dennoch Abstand genommen werden.

Ausnahme: Bereiche der Festplatte, die als defekt gekennzeichnet wurden, können weder überschrieben noch ausgelesen werden. Eine Rekonstruktion der in defekten Sektoren enthaltenen Informationen ist unter Zuhilfenahme forensischer Spezialwerkzeuge möglich. Ein restloses Löschen kann daher von keinem Löschprogramm zu 100 % gewährleistet werden. Dies sei jedoch nur der Vollständigkeit halber erwähnt und soll nicht zu einer unnötigen Verunsicherung führen.

DBAN LöschmethodenDBAN informiert bei Auswahl einer Löschmethode über deren Sicherheit und spricht teilweise Empfehlungen über Verwendungszwecke aus. Der „Security Level“ wird mit low, medium oder high angegeben. Auch hiervon sollte man sich nicht verunsichern lassen. Aufgrund der hohen Datendichte moderner Festplatten haben diese Aussagen heute kaum noch Bestand. Im Grunde kann an dieser Stelle keine falsche Auswahl erfolgen, wohl aber eine theoretisch beste.

Die Löschoptionen von DBAN im Einzelnen

  • Quick Erase
    1-maliges Überschreiben mit Nullen.
  • Canadian RCMP TSSIT OPS-II Standard
    8-maliges Überschreiben unter Verwendung spezieller Muster sowie Zufallsmuster.
  • DoD Short (Empfehlung)
    Insgesamt drei Löschdurchgänge:
    1. Durchgang: Überschreiben mit Einsen.
    2. Durchgang: Überschreiben mit Nullen.
    3. Durchgang: Zufälliges Löschmuster.
  • DoD 5220.22-M Standard
    7-maliges Überschreiben unter Verwendung spezieller Muster sowie Zufallsmuster.
  • Gutmann-Methode
    35-maliges Überschreiben unter Verwendung spezieller Muster.
    Diese Methode ist extrem zeitaufwendig, veraltet und nicht empfehlenswert.
  • PRNG Stream (Empfehlung)
    Überschreiben unter Verwendung zufällig generierter Daten.
    Die Abkürzung PRNG steht für Pseudo Random Number Generator (Zufallszahlengenerator). Einer der sichersten Methoden, um eine moderne Festplatte zu löschen.

Anleitung: Festplatten sicher löschen mit DBAN

Schritt 1: Bootmedium einlegen und Rechner neu starten

DBAN Bootscreen

Nachdem das Bootmedium (CD oder Diskette) eingelegt und der Rechner neu gestartet wurde, erscheint der Startbildschirm von DBAN.

Schritt 2: DBAN starten (Eingabetaste/Entertaste)
Die nun erscheinende Oberfläche von Darik’s Boot and Nuke gliedert sich in die Bereiche Options, Statistics sowie Disks and Partitions. Der untere Bereich zeigt, wie man durch die Software navigiert.

Darik's Boot and Nuke

Anmerkung zur Navigation: Um eine Auswahl vorzunehmen, können anstelle der Tasten J und K auch einfach die Pfeiltasten der Tastatur verwenden werden. Die Auswahl erfolgt via Leertaste. Sofern man sich in einem Optionsmenü befindet und wieder zurück zur Startoberfläche möchte, muss mittels Leertaste eine Auswahl erfolgen.

Schritt 3: Löschoptionen vornehmen
Es müssen keine Änderungen vorgenommen werden.

Standardeinstellungen

Empfehlung 1: DoD Short (Standardeinstellung)

Empfohlene Einstellungen

Empfehlung 2: PRNG Stream (1-3 Durchgänge)

  • Anzeige PRNG
    PRNG ist die Abkürzung von „Pseudo Random Number Generator“ (Pseudozufallszahlengenerator). Es besteht die Möglichkeit, über die Taste „P“ den PRNG zu ändern. Zur Auswahl stehen „Mersenne Twister“ sowie „ISAAC“.
    Empfehlung: Keine Änderung notwendig.
  • Anzeige Method
    Erklärung: Die zum Einsatz kommende Löschmethode. Bereits die Standardeinstellungen von DBAN sorgen für ein unwiederbringliches Löschen der gesamten Festplatte – eine Änderung der Löschmethode ist nicht notwendig. In der Theorie ist die PRNG-Methode am effektivsten. Änderung der Löschmethode durch Taste M.
    Empfehlung: DoD Short oder PRNG Stream.
  • Anzeige Verify
    Überprüfen des Löschvorgangs durch die Software.
    Empfehlung: Der Standardwert „Last Pass“ sollte beibehalten werden.
  • Anzeige Rounds
    Erklärung: Anzahl der Durchgänge der ausgewählten Löschmethode. DoD Short beispielsweise überschreibt die Festplatte bereits dreimal vollständig. Würde man jetzt unter „Rounds“ den Wert 2 angeben, würde die Festplatte 6x vollständig überschrieben werden, was jedoch nicht notwendig ist. Hat man sich hingegen für die PRNG Stream Methode entschieden, welche die Festplatte einmalig überschreibt, kann für „Rounds“ durchaus ein Wert von 2 oder 3 angeben werden. Taste R ändert die Anzahl der Löschdurchgänge.
    Empfehlung: Standardwert 1 bei Verwendung der DoD Short Methode. Wert 2 oder 3 bei Verwendung der PRNG Stream Methode.

Schritt 4: Festplatte(n)/Partition(en) zum Löschen auswählen
Die Anzeige der Datenträger ist je nach System verschieden. An erster Stelle wird die Festplatte angezeigt, welche sich nur anhand der Modellnummer identifizieren lässt. Sofern sich Partitionen auf dem Datenträger befinden, werden diese ebenfalls angezeigt.
Um den Datenträger vollständig zu löschen, wählt man diesen mittels Leertaste aus. Vor dem Datenträger erscheint der Hinweis „wipe“, Partitionen werden automatisch mit Sternchen gekennzeichnet und ebenfalls vollständig gelöscht:

Festplattenauswahl

Beispiel 1: Es erfolgte noch keine Auswahl

Festplattenauswahl

Beispiel 2: Gesamte Festplatte inkl. Partitionen zum Löschen ausgewählt

Festplattenauswahl

Beispiel 3: Nur Partition 1 zum Löschen ausgewählt

Schritt 5: Starten des Löschvorgangs
Nachdem jetzt eventuelle Einstellungen vorgenommen wurden und die Auswahl des Datenträgers erfolgte, kann der Löschvorgang beginnen (via F10 Taste).

Löschvorgang

Statistiken während des Löschvorgangs

Der Bereich Statistics informiert während des Löschvorgangs über den Löschfortschritt. Die Dauer des Löschvorgangs ist abhängig von der verwendeten Löschmethode, der Rechenkraft des Computers sowie der Kapazität und Geschwindigkeit der zu löschenden Festplatte und dauert meist über mehrere Stunden.

Statistikbereich
  • Anzeige Runtime
    Die Laufzeit seit Beginn des Löschvorgangs im Format Stunden:Minuten:Sekunden.
  • Remaining
    Die geschätzte verbleibende Zeit im Format Stunden:Minuten:Sekunden.
  • Load Averages
    Load Averages bedeutet so viel wie Durchschnittsbelastung. Hierbei handelt es sich um einen Messwert, der im Normalfall nicht weiter beobachtet werden muss. Dieser Messwert informiert über die Systemaktivität – also wie stark die Computerhardware (insbesondere der Prozessor) durch den Löschprozess ausgelastet ist. Ein Wert von 0 bedeutet, dass das System nicht arbeitet. Eine Einschätzung der angezeigten Werte ist schwierig, da keine Obergrenze definiert ist. So kann der Wert 0.50 durchaus für eine Systemauslastung von ~50 % stehen – er muss es aber nicht. Insgesamt werden drei Werte angezeigt – auch bekannt als Load Triplets. Der erste Wert steht für die Durchschnittsbelastung der letzten Minute, der zweite für die letzten fünf Minuten und der dritte schließlich für die letzten fünfzehn Minuten.
  • Throughput
    Throughput steht für den Datendurchsatz. Der Datendurchsatz gibt an, mit wie viel Kilobyte pro Sekunde die Festplatte überschrieben wird. Sollte der Löschprozess sehr lange andauern, kann dieser Wert Rückschlüssel auf Ursachen ermöglichen. Ein Wert von ~3.000 kB/s beispielsweise wäre sehr niedrig und kann darauf hindeuten, dass das Löschprogramm DBAN keine optimalen Treiber bereitstellen kann bzw. dass die Festplatte möglicherweise in einem langsamen Übertragungsmodus läuft (z.B PIO). Natürlich wird die Festplatte genauso gründlich gelöscht, wenn dieser Wert niedrig ist – nur dauert der Löschvorgang erheblich länger.
  • Errors
    Gibt die Anzahl der Fehler an – sofern welche auftreten.

Meldung über erfolgreichen Abschluss des Löschvorgangs

Erst wenn die Meldung „DBAN succeeded. All selected disks have been wiped.“ erscheint, wurde die Festplatte vollständig gelöscht.

Log trotz Werbung anzeigen

Wenn man der Aufforderung folgt und nach Abschluss des Löschvorgangs eine Taste drückt, erscheint ein Werbebildschirm. Das ist erst seit der Übernahme von DBAN durch Blancco der Fall und führt teils zu Irritationen. Ich finde es klasse, dass DBAN durch ein spezialisiertes Unternehmen weitergeführt wird. Auch die Werbung ist in Ordnung, aber man sollte sie schon so integrieren, dass hierdurch das Löschergebnis nicht überblendet wird bzw. mit einer entsprechenden Navigation versehen. Man darf hoffentlich davon ausgehen, dass Blancco mit dem nächsten Update nachbessert. Sowohl hier in den Kommentaren als auch im DBAN-Forum auf SourceForge berichten einige Anwender, dass sie nach dem Löschvorgang nur den Werbebildschirm vorfanden und keine Informationen über den Löschvorgang selbst. Das ist natürlich sehr ärgerlich, wenn man DBAN mehrere Stunden unbeaufsichtigt hat laufen lassen.

Aber nun zur Problemlösung. Via Alt + F4 kann man den Werbebildschirm ausblenden und sich nach ein paar Eingaben das Löschergebnis anzeigen lassen. Diesen Tipp habe ich übrigens aus dem SourceForge-Forum.

Schritt 1: Via Tastenkombination Alt + F4 die Werbung ausblenden. Es erscheint die Meldung „Please press Enter to activate this console“. Ist klar, also einmal die Enter-Taste drücken. Nun kann man selbst zum Logfile navigieren. Hier die verwendeten Linux-Befehle:

cd = change directory (Verzeichnis wechseln)
ls = list files (Dateien des aktuellen Verzeichnisses auflisten)
cat = output (Dateien anzeigen, z.B. eine Textdatei).

Wir wollen nun die Logdatei dban.txt im Verzeichnis  /var/log/dban aufrufen. Bitte beachten, dass DBAN eine amerikanische Tastatur erwartet. Mit Shift 7 können wir also keinen Schrägstrich (/) machen. Ich habe die Taste jetzt schon wieder vergessen, es war in meinem Fall eine der Tasten neben dem Buchstaben M (,.-), vermutlich -.

Zur besseren Darstellung habe ich auf den folgenden Bildern den Text farblich markiert. Sämtliche Eingaben sind gelb markiert. Im Original ist alles schwarz/weiß.

Via cd-Befehl geht es in das Verzeichnis var/log/dban (mit Enter bestätigen). Nun können wir prüfen, ob wir im richtigen Verzeichnis sind. Via ls-Befehl sollten die beiden Dateien dban.txt und dwipe.txt aufgelistet werden. Via cat-Befehl wird die dban.txt-Datei aufgerufen.

 

So sollte die Logdatei eines erfolgreichen Löschvorgangs aussehen.

 

Natürlich können wir auch noch nachschauen, was wir in der dwipe.txt-Datei vorfinden.

 

Hier noch ein Beispiel wie es nicht aussehen sollte. (Den Fehler habe ich absichtlich provoziert, um die Logfunktion zu testen.)

44 Kommentare

Thomas Antworten

Gibst es eine Möglichkeit nach der Löschung ein Logfile zu erstellen?

Stephan Antworten

Soweit mir bekannt, wird das Speichern einer Logdatei nur von der Diskettenversion unterstützt. Nach Abschluss des Löschvorgangs erscheint die Meldung „DBAN finished. Press ENTER to save the log file.“. DBAN versucht dann die Logdatei in das Verzeichnis A:\dban zu speichern. Man sollte noch darauf achten, dass die Diskette nicht schreibgeschützt ist.

Oliver Antworten

Vielen Dank für diesen informativen Artikel, hat mir wirklich weitergeholfen…

Jürgen Antworten

Hallo,
Ich habe mir den „Bundespolizei Virus“ eingefangen.
Beim ausführen von DBAN kommt die Meldung:
DBAN finished with non-fatal errors
*ERROR/dev/sdb(prozess crash)
*ERROR/de
v/sda (prozess crash)
Was bedeutet das und was kann ich da weiter unternehmen?

Stephan Antworten

Hallo Jürgen,

falls mehrere CD/DVD-Laufwerke und Festplatten angeschlossen sind, würde ich die zum Löschen nicht benötigten Laufwerke vorübergehend deaktivieren bzw. nicht anschließen und das Booten von weiteren Laufwerken im BIOS deaktivieren. Oder die Festplatte an einen anderen SATA-Port anschließen. Auch der USB-Port kann Probleme verursachen und ein vorübergehendes Deaktivieren im BIOS könnte helfen.

Wenn es aber nur um eine saubere Neuinstallation des Betriebssystems geht, kann man auch auf DBAN verzichten. Nach dem Formatieren der Festplatte ist der Virus in jedem Fall absolut sicher entfernt. [Update 24.12.2013] Schadsoftware kann sich auch im MBR einnisten, siehe Kommentar (danke McCoyle). Beim vollständigen Formatieren/Partitionieren über das Windows-Setup müsste der MBR gelöscht werden (soweit ich weiß ist das ab Windows Vista/7 auch der der Fall). Sollte sich Schadsoftware direkt im BIOS einnisten, würden keine der hier beschriebenen Möglichkeiten helfen.[/Update]. Übrigens: Beim Formatieren mit Windows 7 oder Windows Vista wird die Festplatte einmal vollständig mit Nullen überschrieben (die Schnellformatierung darf dann allerdings nicht gewählt werden und dies gilt nicht für frühere Versionen von Windows), sodass eine Wiederherstellung selbst mit spezieller Software praktisch ausgeschlossen werden kann.

Neele Antworten

Hey,
ich hab es X mal versucht, aber bei funktionierts leider nicht. Ich hab die Datei auf einen USB Stick gespeichert, sie öffnet sich aber immer automatisch mit Adope Reader und wenn ich den PC starte passiert auch rein gar nichts.Was hab ich falsch gemacht? Wieso tut sich rein gar nichts…?

Stephan Antworten

Hey Neele,
welche Datei hast du auf den USB-Stick geladen? Wenn du DBAN vom Stick starten möchtest, dann erstelle am besten mit Universal-USB-Installer einen bootfähigen Stick inklusive DBAN. Siehe Anleitung.

Martin Antworten

Hallo.
Ich starte DBAN von USB, und nachdem ich im ersten Bildschirm das Programm aufrufe, wird angezeigt, das die USB – Geräte registriert werden, dann steht in der nächsten Zeile „PCI (sysfy)“, und nichts weiter passiert…

Irgendwelche Ratschläge?
Oder was das bedeuten kann?

Martin Antworten

@Martin
Ok, das Problem wurde durch das Ausschalten des Kartenlesers im Bios behoben, hätte nur mal google befragen sollen…

Horst Antworten

Hallo,

muss die DBAN-Datei auf dem zu löschenden Rechner installiert werden, oder reicht die CD aus, die ich auf einem anderen Rechner erstelle?

Stephan Antworten

Hallo Horst,

DBAN muss nicht bzw. kann nicht installiert werden. Man benötigt nur die gebrannte CD.

Gruß
Stephan

Horst Antworten

Hallo Stephan,

vielen Dank für die Info, aber ich muss doch die Daten erst herunterladen und speichern!
Wie werde ich diese von meinem neuen PC wieder gelöscht?

Gruß

Horst

Stephan Antworten

Genau. Das CD-Image (.iso) von einem beliebigen Rechner herunterladen und mit einem Brennprogramm auf CD brennen. Dadurch wird DBAN nicht installiert. Sobald die CD erstellt wurde, kann die heruntergeladene Datei (.iso) einfach ganz normal über den Papierkorb gelöscht werden.

Mit der gebrannten CD kann nun jeder x-beliebige Rechner gelöscht werden. DBAN selbst schreibt beim Löschen der Festplatte keine Programmdaten auf die Festplatte.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das deine Frage beantwortet. Ansonsten einfach noch mal nachfragen.

Gruß

Stephan

Horst Antworten

Soweit klar, aber wie bekomme ich nun die CD BOOT-Fähig?
Ich habe die Daten von DBAN auf Stik und CD, aber ich kann nichts löschen!

Horst Antworten

Sorry falsch ausgedrückt ….. ich komme weder mit dem Stik noch mit der CD in das Löschprogramm. Was mache ich falsch? Zumal der Download bei Chip de lässt sich auch nur auf einem Stik speichern.

Horst Antworten

Ok …… habe ein US Programm, das gerade alles vernichtet.

Trotzdem vielen Dank!!!!!!!!!

Jose Antworten

Hat keiner eine Idee wie man das Logfile direkt auf den Stick schreiben lassen kann?

Light Antworten

Kann man den Löschvorgang (DoD Short) abbrechen?

manfred Antworten

hallo, ich habe die festplatte mit 500GB erfolgreich gelöscht und möchte nun eine neuinstallation mit win7 machen.
geht nicht.
mit was ( CD/DVD-USB Stick,Programm ?) kann ich die FP wieder so -formatieren, bootfähig machen – daß die int-dvd die festplatte wieder erkennt.

bootreihenfolge stimmt ecpp.

danke für die antwort.

manfred

Christian Antworten

Gute frage!!! Die Antwort wäre für mich auch sehr hilfreich!!!

Stephan Antworten

Hallo Manfred und Christian,

es ist schwer ohne weitere Informationen hilfreiche Tipps zu geben. Was bedeutet „geht nicht“ denn genau? Ist eine Windows 7 Installations-CD vorhanden (keine Recovery-Version)? Die CD bootet und was passiert dann? Irgendwelche Fehlermeldungen?

Ich könnte mir schon vorstellen, dass es bei Recovery-CDs Probleme geben könnte, sofern man mit DBAN die entsprechende Partition löscht. Bei einer normalen Windows Setup-CD sollte es keine Probleme geben. Nach dem Löschen ist die Festplatte nicht mehr formatiert (ähnliche einer neuen Festplatte). Windows erkennt das und bietet im Installationsprozess die Formatierung der Festplatte an.

Gruß

Stephan

Markus Antworten

Also wenn ich den Erasor mit F10 gestartet habe erscheint ein Werbe Bild das nicht mehr weg geht. Läuft die Löschung trotzdem oder tut sich da nichts?

Christian Antworten

Hallöchen liebe Leute. Ich wollte Dban benutzen um mein PC mal wieder der richtig aufzuräumen. Nun habe ich es auf USB stick gemacht auch korrekt installiert. Jetzt war ich soweit das ich alles eingestellt habe um den löschvorgang zu starten. Nun startete ich es mit f10 und es kommt ein schwarzer Bildschirm. Dort steht geschrieben: Dban finished with non-fatal errors. Error /dev/sde process Crash dev/sdd process Crash dev/sda process Crash dev/sdc process Crash und dev/sdb process Crash. Press any key to continue. Wenn ich dann eine taste drücke kommt ein Bildschirm mit Werbung. Kann mir da jmd helfen?

Lidia Antworten

Hallo

Ich habe Dban sehr oft von 3 Pc´s heruntergeladen aber nie bekomme ich Dban als eine 70 mb Datei mit dem Namen d_cleaner … sondern als dban-2.2.6_i568 und die Datei hat eine Größe von nur 10 MB

Nachdem ich trotzdem damit gestartet habe
zeigt der Vorgang am Ende an :

round 1 of 1, pass 0 of 0

Gerhard Antworten

Hallo,

ich habe das selbe Problem wie Christian und Markus: Selbe Meldung und der Werbebildschirm. Selbes passiert auch, wenn ich autonuke probiere.
Weiß jemand weiter?

Joachim Antworten

hallo,

@ gerhard, christian, markus

ich hatte dasselbe problem.
schaut mal hier: http://www.somelifeblog.com/2009/12/fixed-dban-finished-with-non-fatal.html

ist leider auf englisch, aber mit meinem 20 jahre alten schulenglisch
habe ich es geschafft.

im bios alle nicht notwendigen geräte abschalten und nur die zu löschende platte bestehen lassen.

viel erfolg

Volker Antworten

Moin, kann nach den shreddern kein Windows mehr drauf spielen.
Bekomme immer Fehler „Operating System not found“

Wer kann helfen?

Maria Antworten

Hallo
Ich habe das gleiche Problem der gleichen Fehlermeldung. Bräuchte dringend einen Rat
Danke

Nelethill Antworten

@Volker @Maria
Operatin System not Found heißt das das BIOS keinen bootloader gefunden hat was nach dem löschen auch logisch ist ;)
Wenn die Meldung kommt heißt das das BIOS versucht von HDD zu booten. Ihr müsst im BIOS auf DVD Boot umstellen.
hf

Biohazard Antworten

Seit Stunden läuft Weisser text auf Schwarzen Hintergrund über den Monitor, dessen Text man aber nicht so schnell mitlesen kann, was hat das zu Bedeuten ?

Jens Antworten

Ich habe das gleiche Problem wie Martin, dban hängt nach USB – Geräte registriert…, Dann steht in der nächsten Zeile „PCI (sysfy)“, und nichts weiter passiert. Ich habe auch versucht, den Cardreader und andere USB Anschlüsse im BIOS zu deaktivieren, hat aber alles nicht geholfen. Habe ein Dell Studio 1537, hat noch jemand einen Tip für mich?@Martin

Sherlock Antworten

Wenn die „PCI (sysfy““-Meldung kommt einfach Parted Magic herunterladen (über Heise oder Chip) und die in das OS integrierte DBAN-Version nehmen. Kommt aufs gleiche hinaus …

Jörg Beyer Antworten

Schöne Bescherung! Habe mit diesem Programm die Festplatte gelöscht. Offenbar erfolgreich, vielleicht sogar zu. Komme jetzt nicht einmal mehr ins BIOS. Außer dem Begrüßungsbildschirm tut sich nicht. Das CDROM-Laufwerk, versucht zwar zu lesen. Gibt dann aber schnell wieder auf. Vor der Löschaktion hatte ich die UEFI-Funktion im Bios deaktiviert, was dann auch das Starten der dban-CD ermöglicht hat. Der Rechner ist ein Medion – Akoya E 6232, besser bekannt als das Notebook, das als erstes Aldi-Notebook mit Windows 8 im Oktober 2012 verkauft wurde. Vielleicht gibt es ja ähnliche Schicksale und möglicherweise bereits Lösungsvorschläge für das unerhoffte Problem. Ich in für jeden Tipp dankbar. Jörg

Claudia Antworten

Ich kann machen, was ich will, aber die gebrannte CD lässt sich nicht booten. Ich kann nur im abgesicherten Modus mit Eingabeaufforderung starten, aber die CD startet nicht. Ich habe Windows 7 HOme Premium und möchte nur komplett alles löschen, nichts neu aufsetzen. Kann mir jemand helfen?

Rafael Antworten

Wird bei der Methode PRNG Stram auch die MBR neu überschriebnen, oder muss ich das einzelnd machen ?
Mfg

McCoyle Antworten

Moin!

Bei DBAN wird normalerweise auch der MBR überschrieben, weswegen dieses Programm ja auch so sinnvoll ist. Trojaner, wie beispielsweise dieser BKA-Trojaner, laden praktisch immer im Hintergrund andere Trojaner nach, die sich zum Teil im MBR einnisten. Mit einer normalen Formatierung über Windows wird der MBR aber eben nicht unbedingt gelöscht, wie es Stephan hier sagt. Aus diesem Grund haben manche, trotz neu aufgesetztem OS, wieder Probleme mit diesem Trojaner, da er sich aus dem MBR wieder neu ausbreitet. Darum haben eben auch einige User Probleme Windows neu zu installieren, da der MBR fehlt.
Eine Anleitung für einen neuen MBR gibts hier: http://forum.avadas.de/threads/2964-Wie-schreibe-ich-den-Master-Boot-Record-%28MBR%29-neu

Schöne Grüße und Frohes Fest :)

Yannick Antworten

Hallo zusammen!

Bei mir steht sowas wie: „Finished. Press any Key to continue“. Ganz gut noch. Dann drücke ich eine Taste und es erscheint Werbung. Ist ein bisschen unschön.
Was könnte ich dagegen machen?

Gruss Yannick

Stef Antworten

Hallo.
Ich war eigentlich bereits fertig, die Platte schien gelöscht, es erschien eine Werbung auf dem Screen. Aber dann ging es nicht mehr weiter.
Wenn ich jetzt den Rechner starte, scheint es so als wenn ich wieder alles von vorn machen muss (12 Stunden). Kann das sein? Wäre Super, wenn jemand ne Idee hätte. Daaaanke!

Jerome Antworten

Ich habe alles ausgeführt bei press key eine Taste gedrückt dort ist dan die Werbung gekommen und habe die CD raus genommen und den Pc neugestartet. Aber nun will er das ich die Cd wieder reinlege und wieder 12h warten kann nicht drin liegen… Wer ne Idee danke

Mfg Jerome

Julian Antworten

Hallo.
Ich habe nach einem 5:30 stündigem löschvorgang mit autonuke endlich diesen bildschirm wie im letzten screenshot gesehen ! Dort steht bei mir nicht hold poser button to shut down sondern press any key to continiue…
Eigentlich verständlich doch meine tastatur scheint defekt
Als ich meine zweite angeschlossen hatt und diese nicht funktionierte habe ich den pc neugestartet
Jedoch kam ich aus dem ultimate boot cd menü nicht mehr weg !
Nun habe ich nochmalige 5:30 stunden gewartet und ich bin wieder am gleichen punkt.
Ich brauche hilfe !!! So schnell wie möglich bitte !!!
Ach ja und als ich nach dem ersten formatieren im boot menü war konnte ich beide tastaturen benutzen ! Aber nun wieder nicht !!!
Ich habe an meinem ps keinen äußeren knopf zum cd auswerfen!

Gast Antworten

@Julian
Wenn das Bild am Ende erscheint, ist der Löschvorgang fertig. Da brauchst du nix mehr machen, außer PC ausschalten & HDD ausbauen bzw. zum nächsten Schritt übergehen.

Heinz-Bernd Antworten

Hallo,
ich habe mir, gemäß Anleitung, einen USB-Start-Stick erstellt.
Das von mir benötigte Protokoll wird dennoch auf Diskette geschrieben.
Gibt es eine Möglichkeit dem Programm vorzugaukeln, dass der Stick das Laufwerk „A:\“ ist?
So langsam gehen mir die PS’s mit einem Diskettenlaufwerk aus ;-)

Gruß
Heinz-Bernd

Petra Antworten

Hab mir Dban auf cd gebrannt und ausgeführt. .. hatt ewig gedauert bis er fertig war und jetzt am ende steht da ich soll irgendeine taste drücken wenn ich das mache kommt nur ein werbe Bildschirm und ich hab null plan was ich machen soll… vll bin ich zu doof ^^

Stephan Antworten

Hallo Petra,

wenn dort auch „DBAN succeeded. All selected disks have been wiped.“ stand, dann war der Löschvorgang erfolgreich. Vielleicht zeigt die neue Version aber auch gar nichts mehr außer der Werbung an (ich habe die neue Version leider noch nicht getestet). Der Artikel ist schon 4 Jahre alt und DBAN wurde mittlerweile von einer Firma übernommen, die uns jetzt mit Werbung beglückt. Ich werde demnächst die Anleitung überarbeiten und auf die neue Version eingehen. [Update 27.08.2014: Beitrag ist überarbeitet inkl. Lösungsweg bezüglich der Werbung.]

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  3. 21.10.2012: modernboard.de » Festplatte 100% formatieren wie?
  4. 24.12.2013: hardwareluxx.de » Festplatte formatieren bzw. alles löschen
  5. 22.06.2014: hardwareluxx.de » Wie kann ich die Systemplatte formatieren ohne Windowsneuinstallation?

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